• Anastasia | Mamigeflüster

Die Sache mit dem Heiraten: Ein Wort mit magischer Wirkung

Mit einem Hochzeitsantrag verändert sich alles. Zumindest für Frauen, die JA sagen. Frauen, die den passenden Partner gefunden haben. Frauen, die sich wünschen zu heiraten. Frauen, die von einer Traumhochzeit träumen. Aber auch für die Männer ändert sich etwas, denn ihre Zukünftige verwandelt sich, ändert sich. Man sagt, einige Frauen werden tatsächlich zu einer Art Brautzilla. Einige Männer suchen verzweifelt nach der Frau, die den Antrag bekommen hat. Was so ein Wort mit uns Frauen machen kann. Bei der Einen ist die Verwandlung zur Braut nur zu erahnen, kaum spürbar. Und die andere...die mutiert zu einer Brautzilla, zu einer Furie, zu einer Stoff- und Farbvorgebenden Persönlichkeit, die alles, wirklich alles, bedenkt und festlegt. Da muss man sich doch unter Kontrolle haben? Es geht doch nur um einen Tag? Ein Tag, an dem zwei Leute Ja sagen. Und wie oft tun wir das sonst im Alltag? " JA, einen Kaffee to go, bitte", "JA, mit Käse und Eiern belegt", "JA, ich möchte mit kommen"- Ein Wort das ganz einfach über die Lippen geht. Oder nicht? Paahh... Von wegen!


Und alles beginnt mit diesem einen Wort. Mit JA wird das Versprechen besiegelt eine Ehe einzugehen. Der Mann ist erleichtert, all die Last fällt von seinen Schultern. Ein erlösendes JA, das zu einem aufregenden JA wird. Ich war völlig überrascht, habe schon nicht mehr damit gerechnet, obwohl es nach vier Jahren Beziehung und einem Kind ja früher oder später passieren musste...und da war er, der Antrag. Und nicht nur für uns Erwachsene war das ein besonderer Augenblick, der eine spannende und extrem anstregende Zeit ankündigte, sondern auch für unseren Sohn.


Hochzeitswahnsinn: Überrennt nicht nur dich, sondern deine ganze Familie


..."Wir heiraten bald!"- Diesen Satz konnten wir uns 1 1/2 Jahre anhören. Ganz genau, denn nicht nur wir Erwachsenen nehmen die Hochzeit als etwas besonderes wahr, sondern auch unsere Kleinen. Und der Rest der Familie. Und wir haben auch zu dritt geheiratet, wie von unserem Sohn gewünscht. Er wurde beim Standesamt und bei der kirlchlichen Trauung eingebunden und hat auch einen Ring bekommen. Eine Entscheidung, die keiner von uns bereut hat. Er hat alles wunderbar mitgemacht. Apropro Entscheidung, da kommen noch so einige auf euch zu: Neben der Location, Essen, Musik, Ringen, Trauung gibt es auch noch Fristen, Besorgungen, Abläufe, Schnick Schnack, Deko, Blumen, Kleidung und und und.


Angst vor Horrorr-Hochzeit: Haben wir an alles gedacht?


Eine Horror-Hochzeit gibt es für mich nicht. Wie kann so etwas schönes Horror sein? Aber es gibt sicherlich Hochzeiten, die Enttäuschung bringen. Schlechte Fotografen, schlechte Musik, das Essen schmeckt nicht wie gedacht, der Funke springt einfach nicht über. Das hatten wir alles zum Glück nicht. Also Ladys, macht euch locker, wenn etwas nicht nach Plan läuft; akzeptiert es, denn dann gehört es zu eurer Feier. Es ist ein Teil eurer Hochzeit und ihr werdet in Zukunft drüber lachen oder zumindest schmunzeln können. Den Moment genießen und kleine Fehler belächeln. Dann fehlt halt der bestellte Vintage-Stände für dich Hochzeitstorte und dann gefällt halt nicht allen Gästen jedes Lied...aber bei der Planung bedenkt man das nicht. Im Nachhinein bin ich klüger, in der Planung war ich neugierig und wollte alles perfekt haben.


Und dann tritt man in Gruppen ein. In unzählige online Gruppen. Auf Facebook & Co. Und diese überwältigende Flut von Ideen, kreativen Köpfen und fleißigen Bräuten. Puh! Do-It-Your-Self und Vintage überall. Wie soll ich mich dann noch abheben? Die Trends haben mich beeinflusst und deshlab konnte ich auch nicht die Finger davon lassen, eine Donutwand musste einfach her. Trotzdem: Fragen über Fragen. Erstmal einen klaren Kopf bewahren...leichter gesagt, als getan. Dieser eine Tag hat selbst mich vollkommen verrückt gemacht. Bei jedem ist das sicherlich anders, aber bei mir musste alles für uns perfekt sein. Und das ist das Wichtigste: Es ist unsere Hochzeit bzw. eure, nicht die von den Eltern, den Geschwistern, der Freunde, der Kollegen.


Deshalb haben wir auch alles so gemacht, wie es für uns perfekt schien und was soll ich sagen- es war eine absolute Traumhochzeit. Das Rezpt für eine gute Hochzeit? Tja, Geduld, rechtzeitig anfangen, Ratschläge annehmen aber selbst entscheiden, und nicht versuchen den Gästen alles recht zu machen. Versteht mich nicht falsch. Natürlich sind die Gäste mit das Wichtigste an der Hochzeitsfeier, deshalb sind sie geladen. Den gemeinsamen Tag möchte man mit bestimmten Menschen verbringen, die sich auch wohl fühlen sollen. Aber wieso sollte ich das Brautpaarshooting nach der Trauung ausfallen lassen oder vor die Trauung legen, "nur" damit die Gäste nicht 1 1/2 Stunden alleine sind? Wieso sollte ich mir den Moment nehmen lassen, in dem mein Mann mich das erste Mal sieht. Als Braut. In weiß. Nervös und aufgeregt. Also an alle Bräute: Lasst euch den Moment nicht nehmen, der Moment, in dem euer Mann euch das erste Mal sieht. Egal ob die klassische Variante ganze in weiß oder anderen Farben. Das ist euer Moment. Und Gäste sind tatsächlich selbstständiger als von einigen Gastgebern angenommen, durchaus freuen sich sogar einige über etwas Austausch mit anderen Gästen. Ankommen, umschauen und alles wirken lassen. nicht nur für euch als Brautpaar ist das ein besodnerer Tag, auch alle eure Lieben sind aufgeregt und fiebern mit euch. Nicht jede Minute muss gefüllt werden, nicht jedes Elternteil muss eine Rede halten und auch das Brautpaar muss nicht 1 Stunde über sich reden. Meine Ansicht. Es gibt auch Förmlichkeiten und Umgangsformen, die ein Muss sind- so solltet ihr eure Gäste in der Location begrüßen und Glückwünsche entgegen nehmen.


Bleib entspannt. Es ist ein fantastischer Tag, der dir und euch viele Nerven rauben wird und viel zu schnell vorbei geht. Das wichtigste ist, lasst euch von dem ganzen Hochzeitswahn nicht zerdrücken, Aufregen, Angst und Sorge gehören dazu, aber ihr müsst nicht alle Programmpunkte abarbeiten und eure Hochzeit mit anderen Vergleichen. Folgt eurem Gefühl und vergesst euer Kind nicht, wenn ihr schon eins oder mehrer habt. Denn nicht nur ihr zählt den Countdown. Bleibt entspannt.

Fotos: © Lena Bröker Fotografie

© Schmidt + Gottesmann Photographie

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