• Anastasia | Mamigeflüster

Mama sagt, ich soll alleine schlafen, aber...

Aktualisiert: 9. Jan 2019

...Mama schläft auch nicht alleine, sondern bei Papa im Bett. Ja, das ewige Hin und Her, soll unser Kind jetzt bei uns schlafen oder ist es besser, wenn er in seinem eigenen Bett schläft? -Im eigenen Zimmer? Und wieso dürfen Mama und Papa zusammen schlafen? Nicht nur in einem gemeinsamen Zimmer, sondern sogar im selben Bett...


Gar nicht so einfach das einem 4-Jährigen zu erklären. Vor allem, weiß ich auch nicht, wie ich es ihm erklären soll. Weil ich keine Erklärung habe. Ich weiß tatsächlich nicht, wieso wir versuchen ihn so konsequent aus unserem Schlafzimmer zu verbannen. Wieso soll er drüben alleine in seinem eigenen Bett liegen und Mama & Papa dürfen es sich zu zweit gemütlich machen? Und dann ist das Bett von uns Großen doch so viel bequemer, kuscheliger und größer. Zum Hüpfen eignet es sich übrigens besonders gut. Wieso wollen wir ihn nicht dabei haben? Von wollen kann keine Rede sein; sondern eher von sollen?!



Ratgeber, Theorien und Rituale zum Schlaf vom Kind


Natürlich habe ich den ganzen Quatsch durch...bereits als ich schwanger war und unser Sohn einige Monate alt, habe ich mir diese Besserwisser-Bücher, Ratgeber und Artikel verzweifelt durchgelesen. Bis heute ohne Erfolg. Wirklich gelernt habe ich daraus nichts. Irgendwie scheint mein Sohn, das typische Bild eines "Ratgeber-Kinds" nicht zu erfüllen. Und einige "Erziehungsformen" wollte ich gar nicht ausprobieren. Es ist Fakt. Mein Kind möchte am liebsten in unser Bett. Er möchte. Er will.


Tja, jetzt könnten wir es auf die Erziehung schieben. Die Mama ist nicht konsequent, der Papa lässt sich zu schnell weich kochen. Klar, wir Eltern haben unsere schwachen Momente, die unsere Kleinen gnadenlos ausnutzen. Kulleraugen, Tränchen und liebe Worte schmieren sie uns wie Honig um den Mund. Und wieso auch nicht? Wieso sollte mein Kind keinen Anspruch auf das Bett in unserem Schlafzimmer haben. Abgesehen davon, dass unser Bett oft nicht ausreichend Platz für zwei Erwachsene und ein sich im Uhrzeigersinn drehendes Kind bietet, steht dem Kuscheln zu dritt doch nichts im Wege, oder? Immerhin durfte er als Säugling doch auch mit bei uns liegen...tja durfte er nicht...zu mindest nicht laut einiger Ratgeber.


Die Gesellschaft lässt mich denken..


Bereits als unser Sohn ein Säugling war, hatten wir das ach so tolle Beistellbett. Eigentlich hat es auch gut geklappt. Nach dem Stillen habe ich unseren Sohn abgelegt. In sein Bettchen. Weg von Mama und Papa. Nicht weil ich wollte. Sondern weil ich musste. Das dachte ich zumindest. Überrollt von 1000 Ratschlägen und Tipps habe ich mich daran gehalten. "Bring deinem Baby von Anfang an bei, alleine zu schlafen".


Was ein Schwachsinn. Das kann ich heute definitiv sagen. Heute bin ich schlauer. Heute frage ich mich, wie ich überhaupt dran denken konnte. Klar, ein Beistellbett kann praktisch sein. Aber schließlich blieb unser Baby doch bei uns. Im gemeinsamen Bett. An meiner Brust. Da, wo es hingehört.


Natürlich kann ich nicht alles auf die unzähligen Wälzer über Babys Früherziehung und den perfekten Schlaf im eigenen Bett schieben, trotzdem steht man unter Druck. Nichts soll falsch laufen. Nichts soll schief gehen. Niemand soll sagen "Dein Kind tanzt dir auf der Nase rum". Ein Druck von außen. Ein Druck auf den ich persönlich verzichten kann. Denn, wenn mein Kind mir auf meiner Nase herum tanzt, dann in meinem Rhythmus, und den gebe ich vor. Niemand anders.


Wir können unseren Kindern nicht aufzwingen, alleine zu schlafen. Von ihnen verlangen, als Säugling, Baby, Kleinkind und Kind, im eigene Bett zu schlafen. Wieso verbannen wir unsere Kinder, haben wir sie doch immerhin neun Monate in uns getragen. Und besonders Babys brauchen Nähe. Die Nähe von Mama ganz besonders, aber auch von Papa.


Das Ende vom ganzen Lied: Unser Sohn liebt es zu kuscheln, er liebt die Nähe zu Mama und Papa. Das ist vollkommen okay. Und wenn er sich mit seinen vier Jahren lieber in unser Bett kuschelt, dann soll er doch. Irgendwann wird er von selber das Weite suchen. Dann zieht er aus, raus aus Mama und Papas Bett. Und dann werde ich die Zeit sehnlichst vermissen. Die Zeit in denen seine Haare mir in der Nase kitzeln, seine Füße in meinem Gesicht liegen, sein Popo auf Papas Rücken oder seine Füße auf dem Kopfkissen Platz finden. Lasst euch Zeit. Genießt die Zeit. Und macht euch frei von Bemerkungen, Tipps und Ratschlägen. Denn das Schlafen im eigenen Bett ist kein Ding der Erziehung, sondern ein Prozess, eine Entwicklung.


Die Entwicklung wird kommen. So lange genieße ich noch die Zeit zu dritt, mit meinem Sohn in Mama und Papas Bett.


© Anastasia Johlen

#Teamfamilienbett #mamigeflüster #lebenmitkind #lebenalsmama #mamablog



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